Sicherung je Partnerbank und LandTagesgeld, Festgeld, FlexgeldSteuer selbst erklären
Partnerbanken
34
im österreichischen Angebot
Höchster Tagesgeldzins
2,43 %
p.a. · FCM Bank, Malta
Laufende Kosten
0 €
Konto und Kontoführung
Ein Konto, viele Banken: so funktioniert Raisin
Raisin vermittelt Einlagen. Nach einer einzigen Registrierung eröffnen Sie Tagesgeld- oder Festgeldkonten bei Banken in anderen EU-Ländern, ohne dort jeweils eigene Unterlagen einzureichen. In Österreich ist die Plattform seit 2016 aktiv; früher hieß sie WeltSparen, die Adresse weltsparen.at leitet heute auf raisin.com weiter.
Das Geld läuft dabei immer über ein Verrechnungskonto, das Raisin-Konto bei der Raisin Bank AG in Frankfurt. Von dort geht es zur gewählten Partnerbank, Zinsen und Rückzahlungen kommen auf demselben Weg zurück. Wofür am Ende die Einlagensicherung einsteht, entscheidet die Partnerbank, bei der das Tagesgeld oder Festgeld liegt.
Tagesgeld über Raisin: die höchsten Zinsen
Tagesgeld bei Raisin-Partnerbanken, Stand 30. Oktober 2026
Bank
Land (Länderrating)
Zinssatz p.a.
Anlagebetrag
Einlagensicherung
FCM Bank Ltd.
Malta (A-)
2,43 %
1 € bis 100.000 €
100.000 €
Lea Bank AB
Schweden (AAA)
2,42 %
5.000 € bis 100.000 €
1.150.000 SEK
SimpleSave
Irland (AA+)
2,40 %
1 € bis 100.000 €
100.000 €
Avida Bank AB
Schweden (AAA)
2,37 %
1 € bis 100.000 €
1.150.000 SEK
Morrow Bank AB
Schweden (AAA)
2,37 %
5.000 € bis 100.000 €
1.150.000 SEK
EuroExtra
Deutschland (AAA)
2,20 %
1 € bis 1.000.000 €
100.000 €
Variable Zinssätze laut Tagesgeld-Angebot und Partnerbankliste von Raisin. Bei allen sechs Banken vermerkt Raisin keine ausländische Quellensteuer. Das Rating bewertet das Land, nicht die Bank. Raisin wirbt mit Tagesgeld bis 2,50 %; in den beiden Listen lag der höchste Satz am 30. Oktober bei 2,43 %.
Partnerbanken aus 14 Ländern, sieben ohne Quellensteuer-Befreiung
Im österreichischen Angebot führt Raisin 34 Partnerbanken. Die meisten kommen aus Italien, dahinter folgen Deutschland, Schweden und Estland mit je vier Instituten. Die Mindestanlage reicht von 1 € bis 50.000 € bei Banca Investis.
Bei sieben Banken fehlt in der Liste der Vermerk „Keine ausl. Quellensteuer“: bei Banco BAI Europa, Banco BNI Europa und Haitong Bank aus Portugal, bei BluOr Bank und Rietumu Bank aus Lettland, bei Urbo Bankas aus Litauen und bei Fibank aus Bulgarien. Dort zieht der Staat der Bank einen Teil der Zinsen schon an der Quelle ab. Was davon in Österreich angerechnet wird, regelt das jeweilige Doppelbesteuerungsabkommen; den Rest müssten Sie im Ausland zurückfordern.
Raisin-Partnerbanken nach Sitzland, Stand 30. Oktober 2026
Land
Banken
Ohne ausländische Quellensteuer
Italien
7
alle
Deutschland
4
alle
Estland
4
alle
Schweden
4
alle
Portugal
3
keine
Frankreich
2
alle
Lettland
2
keine
Malta
2
alle
Bulgarien
1
keine
Finnland
1
alle
Irland
1
alle
Litauen
1
keine
Luxemburg
1
alle
Niederlande
1
alle
Zählung nach der Partnerbankliste von Raisin; Land laut Liste.
Einlagensicherung: Das Land der Bank zählt, nicht Raisin
Jede Partnerbank gehört der gesetzlichen Einlagensicherung ihres Sitzlandes an. In der EU deckt sie 100.000 € pro Person und Bank, zusammengerechnet über alle Konten beim selben Institut. Wer bei einer Partnerbank zusätzlich direkt ein Konto führt, muss beide Guthaben zusammenzählen.
Eine Besonderheit betrifft die vier schwedischen Banken. Dort ist die Sicherung in Kronen festgelegt, seit 1. Jänner 2026 mit 1.150.000 SEK pro Person und Bank. Zum Referenzkurs der EZB vom 30. Oktober 2026 von 10,978 Kronen je Euro entspricht das rund 104.750 €. Verliert die Krone gegenüber dem Euro an Wert, schrumpft dieser Betrag. Ausgezahlt wird laut Raisin in Euro.
Das Raisin-Konto selbst, über das jede Überweisung läuft, liegt bei der Raisin Bank AG und fällt unter die deutsche gesetzliche Einlagensicherung. Geld, das zwischen zwei Anlagen dort wartet, zählt also zu den Einlagen bei der Raisin Bank.
Raisin und die Partnerbanken haben keine auszahlende Stelle in Österreich und behalten deshalb keine Kapitalertragsteuer ein. Die Zinsen kommen brutto an und gehören in die Einkommensteuererklärung, in die Beilage E 1kv. Das BMF nennt Sparbuchzinsen einer ausländischen Bank ausdrücklich als Beispiel für Einkünfte, die mangels inländischer Stelle zu veranlagen sind.
Der Steuersatz bleibt dabei 25 %. § 27a Abs. 1 Z 1 EStG knüpft den besonderen Satz an Geldeinlagen bei Kreditinstituten und unterscheidet nicht nach deren Sitz. Auch auf Anbieterseiten ist für Zinsen ausländischer Banken mitunter von 27,5 % die Rede; dieser Satz gilt für andere Kapitalerträge wie Anleihen oder Fonds.
Eine Pflicht zur Steuererklärung besteht nach § 42 Abs. 1 Z 4 EStG unabhängig vom Betrag, sobald Kapitalerträge ohne KESt-Abzug anfallen. Ausgenommen ist nur der Fall, dass die Regelbesteuerung zu keiner Steuer führen würde.
Ein Rechenbeispiel: 20.000 € zu 2,43 % bringen in einem Jahr 486 € brutto, denselben Zinsertrag weist Raisin beim Angebot der FCM Bank aus. Davon gehen 121,50 € an das Finanzamt, 364,50 € bleiben. Weil die Steuer erst nach der Veranlagung bezahlt wird, lohnt es sich, ein Viertel der Zinsen bis dahin beiseitezulegen.
Was bei ausländischer Quellensteuer zu beachten ist: Tagesgeld und KESt.
Kontoeröffnung, Kontoführung, Überweisungen vom und auf das Raisin-Konto und die Saldenbestätigung zum Jahresende sind laut Preisübersicht kostenlos, ebenso die Leistungen der Partnerbanken. Gebühren nennt Raisin nur für Sonderfälle, etwa ab dem dritten manuellen Entsperren des Onlinebankings, für Duplikate von Kontoauszügen oder für den Postversand von Dokumenten auf Wunsch.
Der eigentliche Preis ist der Aufwand. Jede Anlage braucht zwei Überweisungen, jede Rückzahlung ebenfalls, und jedes Jahr kommt die Steuererklärung dazu. Festgeld ist bis zum Ende der Laufzeit gebunden und laut Raisin nur in Ausnahmefällen kündbar. Wer vorzeitig an das Geld will, wählt Flexgeld: Es lässt sich jederzeit auflösen, bezahlt wird dann in der Regel nur der Basiszins.
Raisin sortiert die Angebote nach Zinssatz und blendet auf Wunsch Länder mit schwächerem Rating aus. Für Sparerinnen und Sparer aus Österreich zählen daneben vier Punkte, die über den Ertrag nach Steuer und Aufwand entscheiden.
Zinsgutschrift in den Angebotsdetails nachlesen: Manche Banken zahlen monatlich, andere erst zum Jahresende.
Den Vermerk zur Quellensteuer prüfen, wenn Sie keinen Rückforderungsantrag im Ausland stellen wollen.
Bei schwedischen Banken die Sicherung in Kronen mitdenken.
Pro Bank einschließlich Zinsen unter 100.000 € bleiben.
Häufige Fragen
Ist Raisin dasselbe wie WeltSparen?
Ja. WeltSparen war der frühere Name der Plattform. Die Adresse weltsparen.at leitet heute auf raisin.com weiter, das österreichische Angebot gibt es seit 2016.
Zieht Raisin die KESt ab?
Nein. Weder Raisin noch die ausländischen Partnerbanken führen österreichische Kapitalertragsteuer ab. Die Zinsen sind in der Einkommensteuererklärung anzugeben und werden dort mit 25 % besteuert.
Wie sicher ist Geld bei den Raisin-Partnerbanken?
Es gilt die gesetzliche Einlagensicherung des Landes, in dem die Partnerbank sitzt, in der EU bis 100.000 € pro Person und Bank. Bei Banken in Schweden ist die Grenze in Kronen festgelegt, derzeit 1.150.000 SEK.
Was kostet Raisin?
Kontoeröffnung, Kontoführung und Überweisungen sind kostenlos, auch bei den Partnerbanken. Gebühren nennt Raisin nur für Sonderleistungen wie Duplikate oder Postversand auf Wunsch.
Kann ich Festgeld bei Raisin vorzeitig kündigen?
Nur in Ausnahmefällen. Wer vor Ende der Laufzeit an das Geld kommen will, wählt Flexgeld: Dort ist eine vorzeitige Auflösung möglich, bezahlt wird dann in der Regel nur der Basiszins.